Vor ein paar Tagen hatte ich die Idee, ein kleines Softwareprojekt mit Claude Opus 4.5 zu machen, um zu sehen, wie weit ich ohne Programmieren komme. Ich habe zwar früher einmal selbst Programme geschrieben, aber das ist lange her und ich verstehe kaum noch etwas von den heutigen Tools und Methoden. Ich habe Claude nach Ideen für ein Projekt gefragt, und er machte verschiedene gute Vorschläge. Interessanterweise fand ich in seiner Chain of Thought eine Idee, die er in seiner finalen Antwort gar nicht erwähnte: Eine interaktive Einführung in das Thema AI Safety. Das erschien mir ideal - die Technik dahinter dürfte nicht allzu kompliziert sein und das Projekt wäre vermutlich in ein oder zwei Wochen erledigt. Außerdem wäre es eine nützliche Ergänzung für meine Website KI-Risiken.de.
Ich erstellte zunächst ein kurzes Testbeispiel für eine interaktive Einführung mit einem Tool namens Inklewriter, das ich schon früher für interaktive Geschichten genutzt habe. Es ist kostenlos online verfügbar und ohne Vorkenntnisse leicht zu bedienen. Auf Wunsch kann man sich seine interaktive Geschichte in einem speziellen Dateiformat namens JSON herunterladen. Darin sind alle Informationen gespeichert, die Inklewriter braucht, um die interaktive Geschichte darzustellen. Doch die Art, wie die Informationen gespeichert werden, ist spezifisch für Inklewriter definiert und nicht unbedingt selbsterklärend. Es war also nicht klar, ob Claude mit diesem Format etwas anfangen könnte.
Ich beschrieb Claude in einem Prompt, was ich machen wollte, und hängte die JSON-Datei des Prototyps an. Eigentlich wollte ich nur wissen, ob Claude damit etwas anfangen konnte, aber er legte direkt los und programmierte in wenigen Minuten ein klickbares Interface für meine interaktive Einführung. Das ist für einen erfahrenen Programmierer sicher ein Klacks, aber ich hätte auf jeden Fall Stunden dafür gebraucht, wenn nicht Tage. Bemerkenswert daran ist, dass Claude sofort verstanden hat – ja, ich glaube, man kann das verstehen nennen – wie das JSON-Dokument strukturiert ist, was die einzelnen Elemente bedeuten und wie man sie sinnvoll miteinander verknüpft.
Ihr könnt also ab sofort die interaktive Einführung in die existenziellen Risiken der KI auf der Homepage ausprobieren. Ich beantworte dort auch viele Fragen und Einwände, die ich oft in den Kommentaren zu meinen Videos höre.
Die Texte dieser Einführung habe ich alle ohne KI-Hilfe geschrieben. Doch nachdem ich fertig war, bat ich Claude, eine eigene Einführung zu erstellen, was er natürlich in wenigen Minuten erledigte. Ihr könnt sie unten direkt testen.
Claudes Leistungen haben mich definitiv beeindruckt. Insgesamt hat das alles gerade mal zwei Tage gedauert statt zwei Wochen, wie ich ursprünglich erwartet hatte.
Die folgende interaktive Einführung in das existenzielle Risiko der KI wurde von Claude Opus 4.5 ohne Hilfe oder Korrekturen von mir erstellt:

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